Kategorie: E-E-A-T & Autorität
Wenn Sandra K., Hebamme aus Bayern, einen Artikel über sichere Geburtsvorbereitung schreibt, weiß sie genau, wovon sie spricht. Sie hat hunderte Geburten begleitet, eine staatliche Ausbildung absolviert und jahrelange Praxiserfahrung. Das Problem: Google weiß das erstmal nicht. Für eine Suchmaschine ist ihr Artikel zunächst nur ein Text wie jeder andere – ohne erkennbare Quelle, ohne nachvollziehbare Qualifikation, ohne Signal, dass hier echtes Fachwissen steht.
Genau das ist der Kern von E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) – und besonders für Berufsgruppen wie Hebammen, Heilpraktiker, Ärzte oder Ernährungsberater, die in sogenannten YMYL-Bereichen („Your Money or Your Life“) schreiben, ist das kein optionales Detail, sondern ein zentraler Rankingfaktor.
Warum YMYL-Themen härter geprüft werden
Google unterscheidet bei der Bewertung von Inhalten danach, wie stark sie das Leben, die Gesundheit oder die finanzielle Sicherheit von Menschen beeinflussen können. Ein Artikel über die besten Wanderwege im Bayerischen Wald wird anders bewertet als ein Artikel über Schwangerschaftsvorsorge oder pflanzliche Heilmittel bei Migräne.
Bei YMYL-Inhalten verlangt Google deutlich stärkere Vertrauenssignale, weil falsche oder irreführende Informationen hier echten Schaden anrichten können. Das betrifft praktisch jede Berufsgruppe, die gesundheits-, rechts- oder finanzbezogene Inhalte veröffentlicht:
- Hebammen und Geburtsvorbereiterinnen
- Heilpraktiker und Naturheilkundler
- Ärzte und Therapeuten
- Ernährungs- und Gesundheitsberater
- Pflegefachkräfte mit eigenem Blog
- Rechtsanwälte und Steuerberater (finanzielles YMYL)
Die gute Nachricht: Wer in diesen Bereichen echte Qualifikation und Erfahrung hat, hat eigentlich die besten Voraussetzungen für gute Rankings. Das Problem ist fast nie der fehlende fachliche Hintergrund – sondern dass dieser Hintergrund auf der Website nicht sichtbar und maschinenlesbar gemacht wird.
Was Google (und KI-Suchsysteme) tatsächlich sehen müssen
Stell dir vor, ein völlig Fremder liest nur deine Über-mich-Seite und deinen Artikel – ohne dich zu kennen, ohne deine Praxis zu kennen. Würde diese Person nachvollziehen können, dass du fachlich qualifiziert bist? Genau diese Frage versuchen Google und zunehmend auch KI-Systeme wie ChatGPT oder Google AI Overviews zu beantworten, wenn sie entscheiden, ob ein Inhalt vertrauenswürdig genug ist, um angezeigt oder zitiert zu werden.
Konkret heißt das: Qualifikation, die nur in deinem Kopf oder auf einer Wand-Urkunde in der Praxis hängt, hilft beim Ranking nichts. Sie muss explizit auf der Website stehen – in Textform UND in einer Form, die Maschinen zuverlässig zuordnen können.
1. Eine vollständige, konkrete Autoren-/Über-mich-Seite
Die meisten Praxis-Websites haben entweder gar keine persönliche Seite oder eine sehr allgemeine („Herzlich willkommen in meiner Praxis…“). Für E-E-A-T zählt aber Konkretes:
- Vollständiger Name und Berufsbezeichnung (z. B. „Staatlich examinierte Hebamme“ statt nur „Hebamme“)
- Ausbildung und Qualifikationen mit Institution und Jahr
- Zusatzqualifikationen und Fortbildungen (z. B. Stillberatung IBCLC, Akupunktur-Zertifikat)
- Berufserfahrung in Jahren oder Anzahl begleiteter Fälle, sofern seriös belegbar
- Mitgliedschaften in Berufsverbänden (z. B. Bund Deutscher Hebammen, Verband Deutscher Heilpraktiker)
- Ein echtes Foto – keine Stockfotos
2. Autoren-Zuordnung auf jedem einzelnen Artikel
Ein häufiger Fehler: Die Qualifikation steht zwar auf der Über-mich-Seite, aber einzelne Blogartikel zeigen keinen Autor oder nur einen generischen Website-Namen. Jeder Artikel mit gesundheitsbezogenem Inhalt sollte eine sichtbare Autoren-Box enthalten, die mindestens Name, Foto, Kurzqualifikation und einen Link zur vollständigen Über-mich-Seite zeigt.
3. Schema.org Person-Markup – die maschinenlesbare Ebene
Hier liegt der Punkt, den die meisten technisch nicht umsetzen, weil er Code erfordert: Neben dem sichtbaren Text brauchen Suchmaschinen eine strukturierte, maschinenlesbare Bestätigung der Autoreninformation. Das passiert über sogenanntes Schema.org Person-Markup im JSON-LD-Format – im Prinzip eine Art digitaler Steckbrief, der Google direkt mitteilt: „Dieser Artikel wurde von dieser konkreten, qualifizierten Person verfasst.“
Ohne dieses Markup verlässt sich Google ausschließlich auf den sichtbaren Text und muss raten. Mit korrektem Markup wird die Zuordnung eindeutig – das betrifft Name, Qualifikation, Verlinkung zum Autorenprofil und ggf. Verbandsmitgliedschaften.
Normalerweise bedeutet das: Entwickler beauftragen oder sich tief in Code einarbeiten. Genau das automatisiert WP Rankify – das Plugin erstellt das Schema.org Person-Markup für Autoren direkt aus den hinterlegten Profildaten, ganz ohne eigene Programmierung.
4. Quellen und fachliche Einordnung sichtbar machen
Wenn du dich auf Studien, Leitlinien oder Verbandsempfehlungen beziehst, verlinke sie. Das wirkt im ersten Moment vielleicht wie ein Detail, ist aber ein starkes Trust-Signal: Es zeigt, dass deine Aussagen nicht nur auf persönlicher Meinung beruhen, sondern in den fachlichen Konsens eingeordnet sind.
Die Sandra-K.-Perspektive: So sieht das in der Praxis aus
Zurück zu unserem Beispiel: Sandra schreibt einen Artikel über Wehenarten in der Spätschwangerschaft. Bevor sie E-E-A-T aktiv angegangen ist, hatte ihr Artikel weder eine erkennbare Autoren-Box noch strukturierte Daten – Google konnte ihre Qualifikation aus dem Text allein nur schwer „verstehen“.
Nach der Umsetzung der oben genannten Punkte ändert sich das Bild: Eine Autoren-Box mit ihrem Namen, ihrer Ausbildung und einem Link zum vollständigen Profil erscheint unter jedem Artikel. Im Hintergrund bestätigt das Schema.org-Markup maschinenlesbar, dass die Inhalte von einer konkreten, ausgebildeten Hebamme stammen. Das Ergebnis ist kein Trick und keine Abkürzung – es macht lediglich sichtbar, was an Qualifikation ohnehin vorhanden war.
E-E-A-T-Checkliste zum Direkt-Umsetzen
- Vollständige Über-mich-Seite mit Ausbildung, Qualifikation und echtem Foto
- Vollständige Berufsbezeichnung verwenden (nicht abkürzen oder verallgemeinern)
- Autoren-Box unter jedem fachlichen Artikel
- Schema.org Person-Markup auf Autorenseite und Artikeln
- Verbandsmitgliedschaften und Zertifikate explizit nennen
- Quellenangaben bei Studien, Leitlinien oder Verbandsempfehlungen
- Regelmäßige Aktualisierung bei neuen Fortbildungen oder Qualifikationen
Fazit
E-E-A-T ist für Hebammen, Heilpraktiker und alle anderen YMYL-Berufsgruppen kein zusätzlicher Marketing-Schritt, sondern die technische Übersetzung dessen, was diese Berufe ohnehin ausmacht: echte Qualifikation und echte Erfahrung. Der Unterschied zwischen einer Website, die rankt, und einer, die das vorhandene Fachwissen ungenutzt lässt, liegt oft nicht im Inhalt – sondern darin, ob dieser Inhalt für Google und KI-Suchsysteme überhaupt sichtbar gemacht wurde.
Mit dem AI Readiness Score von WP Rankify lässt sich in wenigen Minuten prüfen, wie gut die eigene Seite in puncto E-E-A-T bereits aufgestellt ist – inklusive automatischer Schema.org-Generierung für Autorenprofile, ganz ohne eigenen Code.
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