• E-E-A-T-Checkliste: 12 Punkte, die WordPress-Nutzer übersehen

    Kategorie: E-E-A-T & Autorität

    E-E-A-T ist inzwischen einer der meistdiskutierten Begriffe im SEO-Bereich – und trotzdem scheitert die Umsetzung bei vielen WordPress-Websites an denselben wiederkehrenden Lücken. Nicht weil das Wissen fehlt, sondern weil E-E-A-T kein einzelner Schalter ist, der sich umlegen lässt, sondern sich aus vielen kleinen, leicht übersehbaren Details zusammensetzt.

    Diese Checkliste konzentriert sich bewusst auf die Punkte, die in der Praxis am häufigsten fehlen – nicht auf die offensichtlichen Grundlagen, die ohnehin schon in jedem SEO-Leitfaden stehen.

    Warum gerade WordPress-Websites hier Lücken haben

    WordPress macht vieles einfach: Ein Theme installieren, ein Plugin aktivieren, loslegen. Genau diese Einfachheit führt aber dazu, dass viele E-E-A-T-relevante Einstellungen nie bewusst konfiguriert werden – sie bleiben auf Standardwerten stehen, die für Google nicht aussagekräftig sind. Ein Theme zeigt vielleicht „von Redaktion“ statt eines echten Namens an, oder ein Plugin füllt Schema-Felder mit Platzhaltern, die nie überschrieben wurden.

    Die 14 Punkte im Detail

    1. Autorenarchiv ist nicht deaktiviert oder blockiert

    Viele SEO-Plugins bieten die Option, Autoren-Archivseiten zu deindexieren – sinnvoll bei Multi-Autoren-Blogs mit vielen Gastbeiträgen, aber kontraproduktiv für Solo-Experten, deren Autorenseite eigentlich ein zentrales Trust-Signal sein sollte. Wer als einzelner Experte schreibt, sollte prüfen, ob die eigene Autorenseite versehentlich blockiert ist.

    2. Generischer „Admin“- oder „Redaktion“-Autor statt echtem Namen

    Der WordPress-Standardbenutzer heißt oft schlicht „admin“ oder wird nie umbenannt. Auf der Live-Website erscheint dann „Veröffentlicht von admin“ unter jedem Artikel – ein klares Negativsignal für Vertrauenswürdigkeit, das sich mit zwei Klicks im Benutzerprofil beheben lässt.

    3. Fehlende oder unvollständige Autoren-Biografie im Benutzerprofil

    WordPress hat von Haus aus ein Biografie-Feld im Benutzerprofil – es wird aber selten ausgefüllt oder bleibt bei einem Platzhaltersatz stehen. Dieses Feld wird je nach Theme öffentlich angezeigt und ist oft die einzige Stelle, an der Qualifikation überhaupt auftaucht.

    4. Kein Bezug zwischen Autor und fachlicher Qualifikation

    Ein Name allein reicht nicht. Die Biografie sollte konkret benennen, warum diese Person zu diesem Thema schreiben darf: Ausbildung, Berufserfahrung, Zertifikate. „Schreibt gerne über Gesundheit“ ist kein Qualifikationsnachweis.

    5. Datum der letzten Aktualisierung fehlt oder wird nicht angezeigt

    Gerade bei medizinischen, rechtlichen oder finanziellen Themen ist die Aktualität ein Trust-Signal. Viele WordPress-Themes zeigen standardmäßig nur das Veröffentlichungsdatum an, nicht aber das Datum der letzten inhaltlichen Aktualisierung – obwohl WordPress dieses Datum intern speichert.

    6. Schema.org Person-Markup fehlt komplett

    Selbst wenn ein SEO-Plugin aktiv ist, bedeutet das nicht automatisch, dass Autoren als Schema.org Person ausgezeichnet werden. Viele Plugins fokussieren sich auf Article- oder Organization-Schema und lassen die Personenebene aus.

    7. Schema-Markup zeigt auf die Organisation statt auf die Person

    Wenn ein Schema vorhanden ist, wird es oft pauschal auf die Organisation oder die Website insgesamt ausgerichtet – obwohl bei Experten-Inhalten die einzelne, qualifizierte Person im Vordergrund stehen sollte.

    8. Schema.org Article-Markup fehlt oder ist falsch typisiert

    Person-Markup allein reicht nicht aus – der Artikel selbst braucht ebenfalls eine korrekte Schema.org-Auszeichnung, etwa als Article, BlogPosting oder bei aktuellen Meldungen als NewsArticle. Viele WordPress-Setups lassen entweder das Article-Schema komplett weg oder verwenden pauschal denselben Typ für jeden Inhalt, unabhängig davon, ob es sich um einen Ratgeber, einen Erfahrungsbericht oder eine aktuelle Meldung handelt. Erst die Kombination aus korrektem Article- und Person-Markup erlaubt es Google, Inhalt und Autor eindeutig und im richtigen Kontext miteinander zu verknüpfen.

    9. Keine Verlinkung zwischen Artikel und vollständigem Autorenprofil

    Eine Autoren-Box, die nur den Namen zeigt, aber nicht zur vollständigen Über-mich-Seite verlinkt, lässt sowohl Leser als auch Suchmaschinen ohne den Kontext, der eigentlich vorhanden wäre.

    10. Keine Verknüpfung zu professionellen Profilen (z. B. LinkedIn, ORCID, Verbandsverzeichnis)

    Eine interne Autorenseite alleine ist nur die halbe Geschichte. Wirklich überprüfbar wird eine Qualifikation erst, wenn sie auch von außen verifizierbar ist – etwa über einen Link zum LinkedIn-Profil, einen ORCID-Eintrag bei wissenschaftlich tätigen Autoren, oder einen Eintrag im öffentlichen Mitgliederverzeichnis eines Berufsverbands. Diese externen Verweise fehlen auf den meisten WordPress-Autorenseiten komplett, obwohl sie eines der stärksten verfügbaren Trust-Signale sind: Sie zeigen, dass die behauptete Qualifikation auch unabhängig von der eigenen Website bestätigt werden kann.

    11. Kontaktmöglichkeiten und Impressumsangaben auf der Autorenseite fehlen

    Ein allgemeines Impressum im Footer reicht bei Experten-Inhalten oft nicht aus. Trust wirkt stärker, wenn auch die Autorenseite selbst direkte Kontaktmöglichkeiten bietet – etwa eine E-Mail-Adresse, ein Kontaktformular oder zumindest einen sichtbaren Link zum Impressum direkt von der Autoren-Biografie aus. Fehlt dieser direkte Bezug, wirkt die Autorenseite wie eine isolierte Visitenkarte statt wie der Auftritt einer erreichbaren, verantwortlichen Person.

    12. Keine sichtbaren Quellenangaben oder fehlendes Literaturverzeichnis

    Gerade bei YMYL-Inhalten erwartet Google eine nachvollziehbare Grundlage für Aussagen. Wird auf Studien, Leitlinien oder offizielle Empfehlungen verwiesen, sollte das über einen Link sichtbar sein – nicht nur implizit vorausgesetzt werden. Entscheidend ist dabei nicht nur, dass überhaupt eine Quelle erwähnt wird, sondern wie sie eingebunden ist: Ein einzelner, beiläufiger Halbsatz („laut aktueller Studienlage“) ohne Link ist deutlich schwächer als eine konkrete, nachvollziehbare Verlinkung zur Originalquelle. Bei längeren Fachartikeln lohnt sich zusätzlich ein kurzes Literaturverzeichnis am Ende des Beitrags, das alle verwendeten Quellen gesammelt aufführt – das erleichtert sowohl menschlichen Lesern als auch Suchmaschinen die Einordnung, woher die fachlichen Aussagen stammen.

    13. SSL-Zertifikat oder Sicherheitseinstellungen unvollständig konfiguriert

    Ein technisches, aber häufig übersehenes Detail: Gemischte Inhalte (teilweise über HTTP, teilweise über HTTPS geladen) oder eine fehlerhafte SSL-Konfiguration können Sicherheitswarnungen im Browser auslösen – ein direktes Trustworthiness-Problem, das nichts mit dem Inhalt selbst zu tun hat.

    14. Kommentare oder Nutzerfeedback werden nicht moderiert

    Eine offene Kommentarfunktion ohne Moderation, in der Spam oder fragwürdige Aussagen unwidersprochen stehen bleiben, wirkt sich negativ auf den Gesamteindruck einer Seite aus – besonders bei sensiblen Themen, wo unmoderierte Falschaussagen in den Kommentaren das Vertrauen in die ganze Seite untergraben können.

    Warum diese Punkte oft zusammen auftreten

    Auffällig ist: Diese 14 Punkte sind selten Einzelfälle. Wenn das Autorenprofil unvollständig ist, fehlt in der Regel auch das Schema-Markup dazu, und externe Profile oder Quellenangaben bleiben ebenfalls aus. Wenn das WordPress-Standardsetup nie angepasst wurde, betrifft das meist mehrere Punkte gleichzeitig – vom admin-Namen bis zum fehlenden Aktualisierungsdatum. Eine einmalige, gezielte Durchsicht der eigenen Website anhand dieser Liste deckt deshalb oft mehrere Probleme gleichzeitig auf.

    Vom Manuellen Abhaken zur automatisierten Prüfung

    Diese Checkliste lässt sich manuell durchgehen, Seite für Seite. Bei wachsendem Content-Umfang wird das allerdings schnell unübersichtlich, besonders wenn mehrere Autoren oder ältere Artikel betroffen sind, die seit Jahren nicht mehr angefasst wurden.

    WP Rankify prüft viele dieser Punkte automatisch im AI Readiness Score – darunter Autorenprofil-Vollständigkeit und Schema.org Person-Markup – und zeigt direkt im WordPress-Dashboard, wo konkret Nachholbedarf besteht, statt jede Seite einzeln händisch durchgehen zu müssen.

    Fazit

    E-E-A-T scheitert auf WordPress-Websites selten an grundsätzlich fehlendem Fachwissen, sondern an unscheinbaren Standardeinstellungen und kleinen Lücken, die sich im Laufe der Zeit ansammeln. Wer diese 14 Punkte einmal systematisch durchgeht, behebt damit oft genau die Probleme, die zwischen einer fachlich starken Website und einer, die dieses Fachwissen auch sichtbar macht, den Unterschied ausmachen.

  • Warum dein Blog-Autor-Profil über Rankings entscheidet

    Die meisten Blogbetreiber stecken ihre Zeit in den eigentlichen Artikeltext – die Überschrift, die Gliederung, die Keywords. Das Autoren-Profil dagegen wird oft in fünf Minuten „irgendwie fertig gemacht“: ein Satz, ein Foto, fertig. Genau das ist ein Fehler, der sich direkt auf Rankings auswirkt. Denn für Google ist die Frage „Wer hat das geschrieben?“ nicht weniger wichtig als die Frage „Was steht da?“.

    Das Autoren-Profil ist der Ort, an dem Google (und zunehmend auch KI-Suchsysteme) entscheiden, ob ein Inhalt von einer glaubwürdigen Quelle stammt. Ein schwaches oder fehlendes Profil kann einen inhaltlich exzellenten Artikel im Ranking ausbremsen – unabhängig davon, wie gut der Text selbst geschrieben ist.

    Das Autoren-Profil ist mehr als eine Formalität

    Ein häufiges Missverständnis: Das Autoren-Profil wird als nettes Extra behandelt, nicht als Rankingfaktor. Tatsächlich ist es einer der direktesten Wege, mit denen eine Website ihre Expertise (das „E“ für Expertise in E-E-A-T) und ihre Vertrauenswürdigkeit (das „T“ für Trustworthiness) belegt.

    Stell dir zwei identische Artikel zum gleichen Thema vor. Artikel A hat einen Autor mit vollständigem Namen, nachvollziehbarer Qualifikation und einem aktiven Profil auf der Website. Artikel B hat einen anonymen „Redaktion“-Stempel oder gar keine Autorenangabe. Bei gleichem Inhalt hat Artikel A einen klaren Vorteil – weil er beantwortet, was Google (und der Leser) unbewusst zuerst fragt: Wer sagt das, und warum sollte ich dieser Person vertrauen?

    Was ein starkes Autoren-Profil ausmacht

    Ein Profil, das tatsächlich zur Autorität beiträgt, braucht mehr als Name und Foto:

    • Vollständiger Name – keine Pseudonyme oder generischen Teamnamen bei Fachinhalten
    • Konkrete Qualifikation – Ausbildung, Studium, Zertifikate, mit Institution und Jahr
    • Relevante Erfahrung – seit wann aktiv, in welchem Bereich, mit welchem Schwerpunkt
    • Verifizierbare Außenpräsenz – Links zu Social-Profilen, Verbandsmitgliedschaften oder anderen Veröffentlichungen
    • Echtes Foto – Stockfotos oder Avatare wirken unpersönlich und schwächen das Vertrauenssignal
    • Aktualität – ein Profil, das seit Jahren nicht angepasst wurde, wirkt weniger glaubwürdig als eines mit aktuellen Qualifikationen

    Wichtig dabei: Diese Informationen müssen nicht nur auf einer separaten „Über mich“-Seite stehen, sondern sollten direkt mit jedem Artikel verknüpft sein – etwa über eine Autoren-Box am Ende oder am Anfang des Beitrags.

    Warum der sichtbare Text allein nicht reicht

    Hier liegt der Punkt, der oft übersehen wird: Ein gut geschriebenes Autoren-Profil hilft menschlichen Lesern – aber Suchmaschinen lesen Text nicht auf die gleiche Weise wie Menschen. Google kann aus Fließtext zwar Informationen extrahieren, tut sich aber deutlich leichter, wenn diese Informationen zusätzlich in einer standardisierten, maschinenlesbaren Form vorliegen.

    Genau dafür gibt es Schema.org – ein gemeinsam von Google, Bing, Yahoo und Yandex entwickeltes Vokabular für strukturierte Daten. Für Autoren-Profile ist der relevante Typ Schema.org Person.

    Schema.org Person: Der maschinenlesbare Steckbrief

    Schema.org Person-Markup wird im JSON-LD-Format in den Code einer Seite eingebettet – unsichtbar für den menschlichen Besucher, aber eindeutig auswertbar für Suchmaschinen. Es beantwortet maschinenlesbar genau die Fragen, die auch ein menschlicher Leser stellen würde:

    • Wie heißt die Person, die diesen Inhalt verfasst hat?
    • Welche Qualifikation oder Rolle hat sie?
    • Gibt es eine zugehörige Organisation oder Praxis?
    • Wo lässt sich diese Person sonst noch online verifizieren (Social-Profile, Verbandsseiten)?
    • Gehört dieser Artikel eindeutig zu diesem Autorenprofil?

    Ohne dieses Markup muss Google aus dem sichtbaren Text raten, wie die Autoreninformation einzuordnen ist. Mit korrektem Markup wird die Zuordnung präzise und eindeutig – ein Unterschied, der sich besonders bei der Bewertung von Fachinhalten in YMYL-Bereichen (Gesundheit, Recht, Finanzen) bemerkbar macht.

    Ein typischer Fehler: Schema, aber falsch verknüpft

    Selbst wenn auf einer Website bereits Schema-Markup vorhanden ist, ist es nicht automatisch korrekt eingesetzt. Häufige Probleme:

    • Das Person-Schema wird nur auf der Über-mich-Seite eingebunden, aber nicht mit den einzelnen Artikeln verknüpft
    • Es wird ein generisches Organization-Schema verwendet, wo eigentlich eine konkrete Person als Autor stehen sollte
    • Wichtige Felder wie Qualifikation oder Zugehörigkeit fehlen im Markup, obwohl sie im sichtbaren Text vorhanden sind
    • Das Markup ist technisch valide, aber nicht mit den aktuellen Profildaten synchron, weil es einmalig erstellt und nie aktualisiert wurde

    Diese Fehler lassen sich mit dem Google Rich Results Test oder dem Schema.org Validator überprüfen – beide zeigen an, ob das Markup technisch korrekt ist und welche empfohlenen Felder eventuell fehlen.

    So wird das Profil zum Rankingfaktor – nicht nur zur Visitenkarte

    Ein starkes Autoren-Profil entfaltet seine Wirkung erst, wenn drei Ebenen zusammenspielen:

    1. Sichtbarer Inhalt – ein vollständiges, konkretes Profil mit echten Qualifikationsangaben
    2. Strukturelle Verknüpfung – jeder Artikel ist eindeutig einem Autor zugeordnet, nicht nur die Startseite
    3. Maschinenlesbare Bestätigung – Schema.org Person-Markup, das diese Zuordnung technisch bestätigt

    Fehlt eine dieser Ebenen, bleibt das Vertrauenssignal unvollständig. Ein Profil mit toller Beschreibung, aber ohne Markup, ist für Maschinen schwerer auszuwerten als nötig. Markup ohne sichtbaren, glaubwürdigen Text wiederum wirkt auf menschliche Leser hohl.

    Vom Code zur Automatisierung

    Schema.org Person-Markup manuell zu erstellen und mit jedem Artikel zu pflegen, ist in der Theorie machbar, aber in der Praxis aufwendig – besonders, wenn sich Qualifikationen, Zertifikate oder Verbandsmitgliedschaften im Laufe der Zeit ändern. Bei jeder Aktualisierung müsste das Markup händisch nachgezogen werden, was in der Praxis häufig schlicht vergessen wird.

    Genau diesen Schritt automatisiert WP Rankify: Das Plugin generiert Schema.org Person-Markup direkt aus den im Autorenprofil hinterlegten Daten und hält es automatisch aktuell, sobald sich das Profil ändert – ganz ohne eigene Programmierung oder manuelles Code-Einfügen.

    Fazit

    Das Autoren-Profil ist keine Formalie am Rand der Website, sondern ein zentraler Baustein dafür, wie Google und KI-Suchsysteme die Glaubwürdigkeit von Inhalten einschätzen. Wer hier nur ein paar Sätze hinterlegt und auf sichtbaren Text allein vertraut, verschenkt Potenzial – denn ohne maschinenlesbare Bestätigung über Schema.org Person bleibt die Zuordnung von Qualifikation und Autorität unvollständig. Wer beide Ebenen kombiniert, sichtbaren Inhalt und strukturierte Daten, schafft die Grundlage für ein Trust-Signal, das Suchmaschinen tatsächlich auswerten können.

    📖 Wenn dich dieses Thema interessiert, lies auch unseren Artikel: Was ist E-E-A-T – und warum rankt dein Artikel nicht?

    📖 Wenn dich dieses Thema interessiert, lies auch unseren Artikel: AI Readiness Score: Was bedeutet das für dein Google-Ranking?

  • E-E-A-T für Gesundheitsexperten: So zeigst du es Google!

    Kategorie: E-E-A-T & Autorität

    Wenn Sandra K., Hebamme aus Bayern, einen Artikel über sichere Geburtsvorbereitung schreibt, weiß sie genau, wovon sie spricht. Sie hat hunderte Geburten begleitet, eine staatliche Ausbildung absolviert und jahrelange Praxiserfahrung. Das Problem: Google weiß das erstmal nicht. Für eine Suchmaschine ist ihr Artikel zunächst nur ein Text wie jeder andere – ohne erkennbare Quelle, ohne nachvollziehbare Qualifikation, ohne Signal, dass hier echtes Fachwissen steht.

    Genau das ist der Kern von E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) – und besonders für Berufsgruppen wie Hebammen, Heilpraktiker, Ärzte oder Ernährungsberater, die in sogenannten YMYL-Bereichen („Your Money or Your Life“) schreiben, ist das kein optionales Detail, sondern ein zentraler Rankingfaktor.

    Warum YMYL-Themen härter geprüft werden

    Google unterscheidet bei der Bewertung von Inhalten danach, wie stark sie das Leben, die Gesundheit oder die finanzielle Sicherheit von Menschen beeinflussen können. Ein Artikel über die besten Wanderwege im Bayerischen Wald wird anders bewertet als ein Artikel über Schwangerschaftsvorsorge oder pflanzliche Heilmittel bei Migräne.

    Bei YMYL-Inhalten verlangt Google deutlich stärkere Vertrauenssignale, weil falsche oder irreführende Informationen hier echten Schaden anrichten können. Das betrifft praktisch jede Berufsgruppe, die gesundheits-, rechts- oder finanzbezogene Inhalte veröffentlicht:

    • Hebammen und Geburtsvorbereiterinnen
    • Heilpraktiker und Naturheilkundler
    • Ärzte und Therapeuten
    • Ernährungs- und Gesundheitsberater
    • Pflegefachkräfte mit eigenem Blog
    • Rechtsanwälte und Steuerberater (finanzielles YMYL)

    Die gute Nachricht: Wer in diesen Bereichen echte Qualifikation und Erfahrung hat, hat eigentlich die besten Voraussetzungen für gute Rankings. Das Problem ist fast nie der fehlende fachliche Hintergrund – sondern dass dieser Hintergrund auf der Website nicht sichtbar und maschinenlesbar gemacht wird.

    Was Google (und KI-Suchsysteme) tatsächlich sehen müssen

    Stell dir vor, ein völlig Fremder liest nur deine Über-mich-Seite und deinen Artikel – ohne dich zu kennen, ohne deine Praxis zu kennen. Würde diese Person nachvollziehen können, dass du fachlich qualifiziert bist? Genau diese Frage versuchen Google und zunehmend auch KI-Systeme wie ChatGPT oder Google AI Overviews zu beantworten, wenn sie entscheiden, ob ein Inhalt vertrauenswürdig genug ist, um angezeigt oder zitiert zu werden.

    Konkret heißt das: Qualifikation, die nur in deinem Kopf oder auf einer Wand-Urkunde in der Praxis hängt, hilft beim Ranking nichts. Sie muss explizit auf der Website stehen – in Textform UND in einer Form, die Maschinen zuverlässig zuordnen können.

    1. Eine vollständige, konkrete Autoren-/Über-mich-Seite

    Die meisten Praxis-Websites haben entweder gar keine persönliche Seite oder eine sehr allgemeine („Herzlich willkommen in meiner Praxis…“). Für E-E-A-T zählt aber Konkretes:

    • Vollständiger Name und Berufsbezeichnung (z. B. „Staatlich examinierte Hebamme“ statt nur „Hebamme“)
    • Ausbildung und Qualifikationen mit Institution und Jahr
    • Zusatzqualifikationen und Fortbildungen (z. B. Stillberatung IBCLC, Akupunktur-Zertifikat)
    • Berufserfahrung in Jahren oder Anzahl begleiteter Fälle, sofern seriös belegbar
    • Mitgliedschaften in Berufsverbänden (z. B. Bund Deutscher Hebammen, Verband Deutscher Heilpraktiker)
    • Ein echtes Foto – keine Stockfotos

    2. Autoren-Zuordnung auf jedem einzelnen Artikel

    Ein häufiger Fehler: Die Qualifikation steht zwar auf der Über-mich-Seite, aber einzelne Blogartikel zeigen keinen Autor oder nur einen generischen Website-Namen. Jeder Artikel mit gesundheitsbezogenem Inhalt sollte eine sichtbare Autoren-Box enthalten, die mindestens Name, Foto, Kurzqualifikation und einen Link zur vollständigen Über-mich-Seite zeigt.

    3. Schema.org Person-Markup – die maschinenlesbare Ebene

    Hier liegt der Punkt, den die meisten technisch nicht umsetzen, weil er Code erfordert: Neben dem sichtbaren Text brauchen Suchmaschinen eine strukturierte, maschinenlesbare Bestätigung der Autoreninformation. Das passiert über sogenanntes Schema.org Person-Markup im JSON-LD-Format – im Prinzip eine Art digitaler Steckbrief, der Google direkt mitteilt: „Dieser Artikel wurde von dieser konkreten, qualifizierten Person verfasst.“

    Ohne dieses Markup verlässt sich Google ausschließlich auf den sichtbaren Text und muss raten. Mit korrektem Markup wird die Zuordnung eindeutig – das betrifft Name, Qualifikation, Verlinkung zum Autorenprofil und ggf. Verbandsmitgliedschaften.

    Normalerweise bedeutet das: Entwickler beauftragen oder sich tief in Code einarbeiten. Genau das automatisiert WP Rankify – das Plugin erstellt das Schema.org Person-Markup für Autoren direkt aus den hinterlegten Profildaten, ganz ohne eigene Programmierung.

    4. Quellen und fachliche Einordnung sichtbar machen

    Wenn du dich auf Studien, Leitlinien oder Verbandsempfehlungen beziehst, verlinke sie. Das wirkt im ersten Moment vielleicht wie ein Detail, ist aber ein starkes Trust-Signal: Es zeigt, dass deine Aussagen nicht nur auf persönlicher Meinung beruhen, sondern in den fachlichen Konsens eingeordnet sind.

    Die Sandra-K.-Perspektive: So sieht das in der Praxis aus

    Zurück zu unserem Beispiel: Sandra schreibt einen Artikel über Wehenarten in der Spätschwangerschaft. Bevor sie E-E-A-T aktiv angegangen ist, hatte ihr Artikel weder eine erkennbare Autoren-Box noch strukturierte Daten – Google konnte ihre Qualifikation aus dem Text allein nur schwer „verstehen“.

    Nach der Umsetzung der oben genannten Punkte ändert sich das Bild: Eine Autoren-Box mit ihrem Namen, ihrer Ausbildung und einem Link zum vollständigen Profil erscheint unter jedem Artikel. Im Hintergrund bestätigt das Schema.org-Markup maschinenlesbar, dass die Inhalte von einer konkreten, ausgebildeten Hebamme stammen. Das Ergebnis ist kein Trick und keine Abkürzung – es macht lediglich sichtbar, was an Qualifikation ohnehin vorhanden war.

    E-E-A-T-Checkliste zum Direkt-Umsetzen

    • Vollständige Über-mich-Seite mit Ausbildung, Qualifikation und echtem Foto
    • Vollständige Berufsbezeichnung verwenden (nicht abkürzen oder verallgemeinern)
    • Autoren-Box unter jedem fachlichen Artikel
    • Schema.org Person-Markup auf Autorenseite und Artikeln
    • Verbandsmitgliedschaften und Zertifikate explizit nennen
    • Quellenangaben bei Studien, Leitlinien oder Verbandsempfehlungen
    • Regelmäßige Aktualisierung bei neuen Fortbildungen oder Qualifikationen

    Fazit

    E-E-A-T ist für Hebammen, Heilpraktiker und alle anderen YMYL-Berufsgruppen kein zusätzlicher Marketing-Schritt, sondern die technische Übersetzung dessen, was diese Berufe ohnehin ausmacht: echte Qualifikation und echte Erfahrung. Der Unterschied zwischen einer Website, die rankt, und einer, die das vorhandene Fachwissen ungenutzt lässt, liegt oft nicht im Inhalt – sondern darin, ob dieser Inhalt für Google und KI-Suchsysteme überhaupt sichtbar gemacht wurde.

    Mit dem AI Readiness Score von WP Rankify lässt sich in wenigen Minuten prüfen, wie gut die eigene Seite in puncto E-E-A-T bereits aufgestellt ist – inklusive automatischer Schema.org-Generierung für Autorenprofile, ganz ohne eigenen Code.

    📖 Wenn dich dieses Thema interessiert, lies auch unseren Artikel: Warum dein WordPress-Content bei KI-Suchen nicht auftaucht – und was du dagegen tun kannst

  • Warum dein WordPress-Content bei KI-Suchen nicht auftaucht – und was du dagegen tun kannst

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